Gewaltfreie Kommunikation im Alltag: Klarheit schaffen, Verbindung stärken
Für ein kooperatives Miteinander in Teams und Führung. Klar sagen, was ist, was ich brauche und worum ich bitte.
Worum es in diesem Seminar geht
„Gewaltfrei“ klingt nach Harmonie und weichem Ton. Tatsächlich ist das Gegenteil gemeint: Diese Sprache macht Anliegen so deutlich, dass sie gehört werden können.
In diesem Seminar arbeite ich mit Ihren Mitarbeitenden an den vier Schritten nach Marshall Rosenberg, beobachten, fühlen, brauchen, bitten, und vor allem an der Haltung dahinter. Geübt wird an Situationen aus dem eigenen Arbeitsalltag, nicht an Lehrbuchbeispielen.
Nicht die Forderung bringt uns weiter, sondern das Bedürfnis dahinter.
Deshalb bilden Gefühle und Bedürfnisse den Kern des Tages (Modul 02 und 03). Erst darauf baut die Bitte auf, die tatsächlich etwas verändert (Modul 04).
Gerade in Pflege, Klinik und Praxis, wo Menschen unter Druck und mit hoher emotionaler Beteiligung zusammenarbeiten, verändert diese Haltung den Ton im Team: im Umgang miteinander, mit Patientinnen und Patienten und mit Angehörigen, die selbst am Limit sind.
Durch die Prinzipien der Gewaltfreien Kommunikation klar, empathisch und wertschätzend kommunizieren, auch im Konflikt.
Führungskräfte und Mitarbeitende, die ihre Kommunikationskompetenz erweitern und Konflikte konstruktiv lösen wollen. Ohne Vorkenntnisse.
Als Tagesseminar ausgelegt. Auch als Halbtages- oder Kompaktseminar (2 bis 3 Std.) sowie als Impulsvortrag (ca. 90 Min.) möglich.
Sechs Module, ein roter Faden
Jedes Modul baut auf dem vorherigen auf, vom Verstehen bis zur Umsetzung. Tippen Sie auf ein Modul, um die Inhalte zu sehen.
- Verstehen
- Erkennen
- Handeln
- Verankern
01Einführung in die GFKHaltung, Grundlagen und Technik, die vier Schritte
- Die Haltung hinter der Methode
Gewaltfreie Kommunikation ist keine Gesprächstechnik zum Auswendiglernen. Sie beginnt mit der Annahme, dass hinter jedem Verhalten ein Bedürfnis steht.
- Die vier Schritte
Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis, Bitte: der Aufbau, der den gesamten Seminartag trägt und in jedem weiteren Modul geübt wird.
- Beobachtung statt Bewertung
Der schwierigste erste Schritt: beschreiben, was eine Kamera aufgezeichnet hätte, ohne Deutung, ohne „immer“ und „nie“.
- Was GFK nicht ist
Kein Harmoniezwang, kein Verzicht auf Klarheit und kein Werkzeug, um andere geschickter zu etwas zu bewegen.
02Gefühle erkennen und benennenEmotionen, Gefühle als Wegweiser, Wahrnehmung und Ausdruck
- Warum Gefühle Wegweiser sind
Sie zeigen an, ob ein Bedürfnis erfüllt ist oder nicht. Keine Schwäche und keine Privatsache, sondern schlicht Information.
- Echtes Gefühl oder getarnter Vorwurf
„Ich fühle mich übergangen“ ist kein Gefühl, sondern eine Deutung. Der Unterschied entscheidet darüber, ob ein Gespräch öffnet oder verhärtet.
- Den eigenen Wortschatz erweitern
Die meisten Menschen kommen im Alltag mit einer Handvoll Gefühlswörter aus. Wir arbeiten mit einer deutlich genaueren Auswahl.
- Gefühle im Arbeitskontext
Wie viel Persönliches gehört ins Büro? Ein realistisches Maß finden, das weder verschließt noch überfordert.
03Bedürfnisse, der Schlüssel zur VerbindungStruktur, Autonomie, Wertschätzung, Mangeldenken und Selbstverantwortung
- Was ein Bedürfnis ausmacht
Bedürfnisse sind allgemein und unabhängig von bestimmten Personen oder Lösungen: Struktur, Autonomie, Wertschätzung, Zugehörigkeit, Sicherheit.
- Vom Vorwurf zum Bedürfnis
Jede Kritik in das übersetzen, was der andere gerade braucht. Das ist die Kernübung des Tages, und die, die am meisten verändert.
- Mangeldenken und Selbstverantwortung
Der Unterschied zwischen „du machst mich wütend“ und „ich bin wütend, weil mir Verlässlichkeit wichtig ist“.
- Bedürfnisse im Arbeitsalltag
Welche Bedürfnisse im Job regelmäßig unerfüllt bleiben, und warum darüber so selten offen gesprochen wird.
04Bitten statt fordernUnterschied Bitte und Forderung, machbare Bitten formulieren
- Woran sich der Unterschied zeigt
Ob etwas Bitte oder Forderung war, entscheidet sich erst an der Reaktion auf ein Nein, nicht am freundlichen Tonfall.
- Machbare Bitten formulieren
Konkret, positiv und auf den Moment bezogen: „Bitte gib mir bis Freitag Rückmeldung“ statt „Sei bitte zuverlässiger“.
- Mit einem Nein umgehen
Ein Nein nicht als Ablehnung der Person lesen, sondern als Hinweis auf ein Bedürfnis des Gegenübers, und darauf aufbauen.
- Bitten in der Führungsrolle
Was tun, wenn eine Anweisung nötig ist? Wertschätzende Sprache und Weisungsbefugnis schließen sich nicht aus.
05GFK in schwierigen Gesprächen und KonfliktenInnere Haltung, Auflösung von Feindbildern, Feedback- und Kritikgespräch
- Zuerst bei sich selbst klären
Vor dem Gespräch für sich beantworten: Was beobachte ich, was fühle ich, was brauche ich? Das meiste entscheidet sich hier.
- Feindbilder auflösen
Den scheinbar unmöglichen Kollegen einmal als Menschen mit Bedürfnissen denken. Was allein diese Übung im Gespräch verändert.
- Feedback und Kritik
Kritik entlang der vier Schritte äußern, ohne zu verletzen und ohne das Anliegen dabei zu verwässern.
- Wenn das Gegenüber nicht mitmacht
Diese Haltung funktioniert auch einseitig. Empathisches Zuhören wirkt deeskalierend, selbst wenn der andere im Vorwurfsmodus bleibt.
06Nachhaltigkeit und IntegrationReflexion, Interventionen, Planung, Fragerunde
- Rückblick und Ernte
Was war heute relevant? Die Teilnehmenden sichern die für sie persönlich wichtigsten Erkenntnisse des Tages.
- Kleine Interventionen für den Alltag
Mini-Übungen, die nichts kosten: einmal täglich eine Beobachtung von einer Bewertung trennen, einmal ein Bedürfnis benennen.
- Der persönliche Umsetzungsplan
Drei konkrete Schritte für die kommenden vier Wochen, klein genug, um sie im vollen Arbeitsalltag wirklich zu tun.
- Offene Fragen und Ausblick
Fragerunde und, auf Wunsch, gemeinsame Vereinbarungen für die Sprache im Team.
Passend zu Ihrem Zeitbudget
Die Inhalte lassen sich zeitlich und thematisch an Ihre Anforderungen anpassen. Alle Formate sind vor Ort oder online möglich.
Alle sechs Module inklusive Übungen, Reflexion und Umsetzungsplan. Die Empfehlung für nachhaltige Wirkung.
Module 01 bis 04 in verdichteter Form, mit reduzierten Übungsphasen und kurzem Transferteil.
Schwerpunktsetzung nach Absprache, in der Regel Modul 01, 03 und 04. Ideal für Teamtage.
Die Kernbotschaften als Vortrag mit interaktiven Elementen, für große Gruppen und Gesundheitstage.
Bis 16 Personen für intensives Arbeiten, größere Gruppen auf Anfrage.
In Ihren Räumen, an einem externen Tagungsort oder als Online-Format.
Arbeitsblätter, Übungskarten und ein digitales Handout für alle Teilnehmenden.
Mitarbeitende und Führungskräfte in Pflege, Kliniken und Praxen. Vorkenntnisse sind nicht nötig.
Alle sechs Module, Formate und Rahmenbedingungen auf elf Seiten, zum Weiterleiten an Kolleginnen, Kollegen und Geschäftsführung.
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